Das Leben vor dem Versteck

Anne Frank wurde am 12. Juni 1929 von Otto Frank und Edith Holländer geboren. Zu der Zeit wohnten sie im Marbachweg 307, in einer großen Doppelhaushälfte in einer ruhigen Gegend am Stadtrand. In dem Viertel wohnten viele Familien, die nicht nur jüdisch sondern auch zum Beispiel katholisch waren. In ihrer Wohnung in Frankfurt am Main hatten sie ein schönes und entspanntes Leben, bis die Nazis nach Deutschland kamen und Anne und ihre Familie merkten, dass es in Deutschland zu gefährlich für sie war. Zum Glück konnte ihr Vater in den Niederlanden eine Firma gründen und Anne, die zu der Zeit erst 4 Jahre alt war, und Margot folgten ihm dorthin. Die Familie lebte sich gut in den Niederlanden ein und Anne hatte in den darauf folgenden Jahren eine gute Schulzeit. Doch dann begann der zweite Weltkrieg und die Nazis marschierten in den Niederlanden ein. Von da an verschlechterte sich die Situation für sie. Es wurden immer mehr „Judengesetze“ aufgestellt. Juden durften zum Beispiel die Straßenbahn nicht mehr benutzen, mussten ihre Fahrräder abgeben und durften auch kein Auto mehr fahren. Außerdem durften sie nicht ins Kino, ins Theater oder zu Sportveranstaltungen gehen.